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RASEN neu anlegen

Zuerst wird der Boden vorbereitet. Er muss spatentief umgegraben werden. Steine und Wurzeln müssen entfernt werden. Danach wird der Boden begradigt und sollte für zwei Wochen ruhen. Das Begradigen wird mit Hilfe von Trittbrettern oder mit einer Gartenwalze durchgeführt. Je nach Beschaffenheit des Bodens sollte man Dünger oder Sand einarbeiten, um ihn zu verbessern. Der optimale Boden für einen Rasen ist sandiger Lehmboden.

In der Zwischenzeit kann man den Rasensamen besorgen. Welcher Rasen der beste ist, hängt von den Voraussetzungen ab, die der Garten bietet. Beim Kauf von Samen sollte man auf die Qualität achten, denn die Qualität des Samens bestimmt größtenteils auch die Qualität des Rasens mit.

Wichtig ist auch der richtige Dünger, denn der sorgt dafür, dass der Rasen schnell wächst. Das Säen und Düngen kann mit Hilfe eines Streuwagens erfolgen. Die Arbeit geht dadurch schneller und präziser voran, da sich bei einem Streuwagen eine gleichmäßige Verteilung einstellen lässt. Wer keinen Streuwagen ausleihen kann, sät mit der Hand. Für das Säen mit der Hand sollte man etwas mehr Saatgut einplanen. Um eine gleichmäßige Verteilung zu erreichen, sollte man immer die gleiche Menge an Samen auf die gleich große Fläche verstreuen. Die Samen sollten ungefähr einen Zentimeter unter der Oberfläche liegen, um optimal keimen zu können.

Nach dem Aussäen werden die Samen mit Hilfe von Trittbrettern oder mit einer Gartenwalze angedrückt. Dadurch, dass sich die Samen mit dem Boden verbinden, wird der Prozess der Keimung gefördert. Im ersten Monat sollte der Rasen genügend gewässert werden. Beim Wässern sollte man darauf achten, keinen harten Strahl zu verwenden, da sonst Rasensamen weggetrieben werden können. Für 1 qm Fläche reichen etwa 10 Liter Wasser aus. Stehen jedoch viele Bäume oder Pflanzengruppen in der Nähe, wird mehr Wasser benötigt.

Läuft alles gut, sollten die ersten zarten Pflänzchen bereits nach einer Woche erkennbar sein. Nach drei bis vier Wochen sollten alle Samen ausgetrieben haben.

Der Rasen kann gemäht werden, wenn die Pflanzen ungefähr 10 cm hoch stehen.


RASENPFLEGE

Das Wichtigste ist der Schnitt: Die Hauptwachstumsperiode ist zweifellos das Frühjahr, wo der Rasen all seine Substanz hineinsteckt. Dabei sollte ab April wöchentlich einmal und das bei trockener Witterung geschnitten werden.
Klar, dass öfter geschnitten werden muss, je vitaler die Fläche gehalten wird. D.h., je intensiver gedüngt, bewässert und gemäht wird, desto schöner, dichter, moos- und unkrautfreier ist der Rasen!

Je tiefer man mäht, desto stärker wachsen Moose und Unkräuter nach. Je höher man das Gras werden lässt, desto schwächer ist die Fläche strapazierbar und desto löchriger wird der Bestand.

Die ideale Schnitthöhe ist von Haus aus 5 cm. Dann sollte man das Gras max. 8 cm hoch werden lassen und dann wieder mähen.

Empfohlen werden in letzter Zeit immer mehr so genannte Mulchmäher, die das Gras ganz fein schneiden und wo es sich dazwischen sammelt und rasch verrottet. So gibt das Gras dem Boden und der lebenden Pflanze das zurück, was man bei der Mahd entfernt und entnimmt.
Balkenmäher, Sichelmäher, Spindelmäher, Motorsensen
Sichelmäher: sind die am häufigsten verwendeten Mähgeräte. Ein zweischneidiges Schwert dreht sich und schneidet die Halme gerade ab. Bei ungeschliffenen Messern rupft der Mäher, was negativ ist.

Spindelmäher: sind rotierende Walzen, die wartungsintensiv, für den Rasen aber die angenehmsten sind.

Balkenmäher: sind fein für große Flächen mit hohem Gras, auch im Gelände.

Motorsensen: Die händische wird heutzutage vielerorts von der motorbetriebenen ersetzt. Sie sind sehr gut für Randbereiche geeignet.

Trimmer: sind gut für Rasenkanten und sauberen Endschnitt.
Nachsaat ist empfehlenswert, Sandeinstreuung bei schweren Böden ebenso.

Vertikutiert wird meistens in Zierrasenflächen im Hausgartenbereich. Rotierende Messer sind auf einer Walze befestigt und schlitzen die Oberfläche auf. So reißt man den Filz, das Unkraut und das Moos aus und bringt gleichzeitig Luft zu den Wurzeln.

Gleichzeitig sollte man die Fläche düngen, weil zu dem Zeitpunkt der Dünger sofort zu den Wurzeln gelangt. Die Fläche sollte gut abgetrocknet und gemäht sein.

Prinzipiell vertikutiert man im Frühjahr ab März in Tal-Lagen, ab April in höheren Lagen. Man kann dies aber 2-3 Mal im Jahr wiederholen, je nach Beanspruchung der Fläche.

Moos und Unkraut im Rasen kommt nur dann vor, wenn die Wachstumsbedingungen für einen Rasen nicht stimmen. D.h., wenn es zu feucht, zu schattig und zu nährstoffarm ist. Außerdem fördert zu tiefes Mähen das Mooswachstum. Wenn der Rasen gut in Schuss ist und vital wirkt, hat Moos fast keine Chance.

Eisensulfat ist als Moosvernichter bekannt, ist in allen herkömmlichen Produkten vorhanden (Dünger plus Moosvernichter), hilft aber dann optimal, wenn die anderen negativen Bedingungen verändert werden können. Sandeinstreu ist auch ein gutes Gegenmittel. Besser als eine kahle Fläche ist aber immer noch eine moosige!

Und Unkraut wächst auch nur dort, wo die Bedingungen für selbiges besser sind als diese für den Rasen. Mechanische Gegenwehr (mit Vertikutierern) hilft immer noch besser als eine Spritzung mit Herbizid, welches nur durch genaue Anwendung erfolgreich sein kann.

 

 

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