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Gartenplanung

 

Anfertigung eines Plans

Als nächsten Schritt zeichnen Sie einen genauen maßstabgetreuen Plan von Ihrem Garten. Ein guter Maßstab ist 1:100 (1 cm = 100 cm) Aufgrund der durchgeführten Messungen zeichnen Sie nun die Grundstücksgrenzen und die genaue Lage aller existierenden Elemente ein (wie etwa Stufen oder bepflanzte Flächen), die Sie erhalten wollen. Maßstablineale sind im Handel erhältlich und erleichtern die Arbeit.

Dann wird ein Raster entwickelt, in den sich alle von Ihnen gewählten Elemente wie ein Muster einfügen lassen, ebenso wie die Maße von Haus und Garten.

Auf Pauspapier (das Sie über den maßstabgetreuen Plan legen können, um verschiedene Muster zu vergleichen) zeichnen Sie nun eine Reihe von Quadraten, deren Größe mit den Maßen eines vorhandenen Elementes (von Haus oder Garten) in bestimmter Beziehung steht - beispielsweise der Breite einer Tür oder Stufe oder der Höhe eines Fensters.

Entwicklung einer Grundstruktur

Als nächsten Schritt entwickeln Sie mit Hilfe des Rasters eine Grundstruktur beziehungsweise ein Grundmuster. Dazu verwendet man Kartonstücke, deren Größe auf die Rasterquadrate abgestimmt ist - sie können halb so groß, gleich groß oder auch doppelt so groß sein. Mit den Quadraten wird auf dem Raster -ähnlich wie bei einer Collage - ein Muster angelegt Wie immer es ausfallen mag, seine Proportionen wirken in Beziehung zum Haus oder den Grundstücksgrenzen harmonisch.
Versuchen Sie die Quadrate im Winkel von 90 und/ oder 45 Grad zum Haus zu arrangieren. Durch ein schräg verlaufendes Muster von 45 Grad wird übrigens in einem kleinen Garten das Gefühl des Eingeschlossen seins zerstreut. Winkel von weniger als 45 Grad beziehungsweise mehr als 90 Grad allerdings lassen auf kleinem Raum leicht ungünstig proportionierte Flächen entstehen, die nur schwierig zu gestalten sind.

Es gibt auch Leute, die gerade Linien reizlos finden und geschwungene Konturen bevorzugen, doch bevor man sich dafür entscheidet, sollte man sich klarmachen, daß gerade Linien durch die Vegetation aufgelockert werden, wenn die Proportionen stimmen und die Fläche geschickt bepflanzt ist. Wer sich dennoch zu geschwungenen Konturen entschließt, sollte kreisförmige Schablonen verwenden, deren Durchmesser etwa der Seitenlänge der Rasterquadrate entspricht.

Bei der Gestaltung eines Gartens, der von Mauern umgeben ist, kommt man leicht in Versuchung, diese Mauern als Basis der Grundstruktur zu betrachten und die ganze Seite entlang ein Hochbeet anzulegen. Doch gerade das unterstreicht die Unzulänglichkeiten des Gartens.

Formen aufeinander abstimmen

Beim Arrangieren der Schablonen sollten Sie Ihre Wünsche berücksichtigen und versuchen, sich vorzustellen, welche Gestalt die Formen in der Realität annehmen könnten, in welcher Beziehung sie zueinander stehen, und wie sie vom Erdgeschoß und höher gegelegenen Räumen aus gesehen wirken.

Wenn Sie mit Ihrem zweidimensionalen Entwurf zufrieden sind, beschäftigen Sie sich mit der Höhe beziehungsweise Tiefe der einzelnen Formen, indem Sie beispielsweise aus den Quadraten Schachteln machen und allen im Plan vorhandenen Mauern Höhe verleihen. Auf diese Weise entsteht ein plastisches Modell, in das auch Stufen und Mulden einbezogen werden sollten. Füllen Sie die Flächen um die Schablonen farbig aus. Und wenn Sie mit der Auswahl der Pflanzen beginnen, sollte dabei auch diese plastische Wirkung berücksichtigt werden.

 

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